Drei Stationen: Viel Input für das parlamentarische Handeln und Tun.
Gymnasium Olbernhau: Respekt, gute Arbeit!
In Sachen Digitalisierung, Schulsozialarbeit und Inklusion besteht politischer Handlungsbedarf: Im Gespräch mit der Schulleitung wurde klar, dass Engagement allein nicht ausreicht. Schule ist nicht nur Unterricht, sie ist im besten Fall ein lebensnaher Lernort. Im Gymnasium Olbernhau kämpft man mit strukturellen Problemen:
Gerade in Zeiten geburtenschwacher Jahrgänge brauchen Schulen Verlässlichkeit. Kein Flickwerk.
Mittelstand macht Zukunft: Unternehmensbesuch der WätaS GmbH
Wie viel „Gedacht. Gemacht. wurde beim Besuch der WätaS Wärmetauscher Sachsen GmbH deutlich. Das Unternehmen hat sich als innovativer Mittelständler in Energierückgewinnung, Wasserstofftechnik und Heizsystemen etabliert. Kritik kam von der Geschäftsführung zur aktuellen Wirtschaftspolitik, die Investitionen und Arbeitsplätze gefährde. Trotz Investitionen von fünf Millionen Euro in Wasserstofftechnologien verzögern sich Entwicklungen, was monatliche Verluste verursacht.
Wissenswert: WätaS widerspricht der Annahme, Wärmepumpen seien für Altbauten ungeeignet, und setzt auf eigene Niedertemperaturheizkörper. Sorgen bereiten internationale Konkurrenz und steigende Bürokratie, die die Wettbewerbsfähigkeit am Standort Deutschland beeinträchtigen.
Lebenshilfewerk Mittleres Erzgebirge e. V: Inklusion und reguläre Arbeit?
Die Werkstatt in Olbernhau besteht seit fünf Jahren. 118 von 120 Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderung sind besetzt, insgesamt arbeiten 56 Beschäftigte an mehreren Standorten. Sie alle realisieren Aufträge aus Holz‑ und Metallbearbeitung, Verpackung und Montage und fertigen eigene Produkte wie Schwibbögenbänke, Fensterbilder und Holzfiguren. Besonders beeindruckt hat mich die eigens gegründete GmbH für Außenarbeitsplätze: ein beherztes Zeichen für echte Inklusion und Wege in den allgemeinen Arbeitsmarkt.
Fazit: Jede der drei Stationen meiner Sommertour hat gezeigt, wie wichtig der direkte Austausch ist, um politische Entscheidungen an den tatsächlichen Herausforderungen auszurichten. Wir leben in unsicheren Zeiten: wirtschaftlich, gesellschaftlich und politisch. Umso bemerkenswerter ist das Engagement der Menschen vor Ort: Lehrkräfte, die trotz knapper Ressourcen verlässlich arbeiten; Menschen, die investieren und weiterdenken; Einrichtungen, die Inklusion möglich machen.
Am 18. Juni 2026 war Simone Lang, Mitglied des Sächsischen Landtags, im Jugendcafé Schwarzenberg zu Gast. Dort kam sie mit Mitgliedern des Kinder- und Jugendparlaments Schwarzenberg ins Gespräch.
Das Kinder- und Jugendparlament bietet jungen Menschen in Schwarzenberg die Möglichkeit, ihre Perspektiven einzubringen, Fragen zu stellen und sich aktiv mit Themen der Stadtgesellschaft und der Politik auseinanderzusetzen. Der Austausch im Jugendcafé zeigte einmal mehr, wie wichtig solche Beteiligungsformate sind, damit junge Menschen mit ihren Anliegen gehört werden.
Im Mittelpunkt des Gesprächs standen Themen, die Kinder und Jugendliche unmittelbar bewegen: Schule und Bildung, Leistungsdruck, politische Mitbestimmung, gesellschaftlicher Zusammenhalt sowie Zukunftsfragen für Schwarzenberg und das Erzgebirge. Die Jugendlichen nutzten die Gelegenheit, ihre Fragen direkt an Simone Lang zu richten und eigene Erfahrungen einzubringen.
Auch das Jugendcafé selbst bildete dafür einen passenden Rahmen. Als Treffpunkt für junge Menschen bietet es Raum für Begegnung, Austausch und gemeinsame Aktivitäten. Genau solche Orte sind wichtig, um Beteiligung, Dialog und Gemeinschaft vor Ort zu stärken.
Simone Lang dankte den Mitgliedern des Kinder- und Jugendparlaments für das offene Gespräch, die interessierten Fragen und die engagierte Beteiligung. Der Besuch machte deutlich, wie wertvoll der direkte Austausch zwischen Politik und jungen Menschen ist.
„Wer Politik für die Zukunft gestalten will, muss jungen Menschen zuhören. Ihre Sichtweisen, Fragen und Ideen sind wichtig – für Schwarzenberg, für das Erzgebirge und für Sachsen“, so Simone Lang.
Radfahren macht Kinder stark: Es fördert Bewegung, Selbstvertrauen und Gemeinschaft. Genau hier setzt das Projekt „Kids aufs Bike“ an, das vielen Kindern den Zugang zum Radfahren ermöglichen möchte – unabhängig davon, welche finanziellen Möglichkeiten ihre Familien haben.
Als Botschafterin unterstützt Simone Lang diese wichtige Initiative aus voller Überzeugung. Denn jedes Kind sollte die Chance haben, sich auszuprobieren, mobil zu sein und Freude an Bewegung zu erleben. Gerade im Erzgebirge, wo Sport, Natur und Vereinsleben eng miteinander verbunden sind, ist das Fahrrad mehr als nur ein Fortbewegungsmittel: Es steht für Freiheit, Gesundheit und Teilhabe.
Simone Lang begleitet das Projekt regelmäßig vor Ort – etwa bei der Übergabe von Fahrrädern an Kindertagesstätten im Erzgebirge oder im Rahmen der Mini-Hübeltour am Fichtelberg. Dabei wird sichtbar, wie viel Begeisterung entsteht, wenn Kinder gemeinsam aufs Rad steigen und neue Erfahrungen sammeln können.
„Kids aufs Bike“ zeigt, wie niedrigschwellige Unterstützung ganz konkret wirken kann: Kinder kommen in Bewegung, Kitas und Vereine werden gestärkt und Familien werden entlastet. Das ist gelebter Zusammenhalt im Erzgebirge.
Weitere Informationen zum Projekt gibt es hier:
www.huebeltour.de/kids-aufs-bike
Am 28. Mai 2026 wurde der Hospitalkirche St. Georg in Lößnitz das erste Signet „Pilgerkirche“ der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens feierlich verliehen. Die Verleihung fand im Rahmen einer Andacht statt, die Landesbischof Tobias Bilz gemeinsam mit zahlreichen Gästen aus Kirche, Politik, Tourismus sowie regionalen Wander- und Pilgerinitiativen hielt.
Die neue Auszeichnung würdigt das besondere Engagement der Kirchgemeinde für Wandernde und Pilgernde. Als „Pilgerkirche” richtet sich die Hospitalkirche St. Georg bewusst an Menschen, die auf Pilger- und Wanderwegen unterwegs sind und einen Ort der Ruhe, Einkehr und Begegnung suchen. Dazu gehören verlässliche Öffnungszeiten, Möglichkeiten zum Verweilen sowie Angebote, die auf die Bedürfnisse von Pilgernden ausgerichtet sind.
Die Kirche liegt direkt an der Weggabelung des „Sächsischen Jakobswegs an der Frankenstraße” und des „Jakobswegs Silberberg” und ist bereits seit vielen Jahren ein wichtiger geistlicher Ort entlang der sächsischen Pilgerwege. Regelmäßig finden dort Pilgerandachten und Pilgerwanderungen statt. Darüber hinaus war die Hospitalkirche im Kulturhauptstadtjahr eng mit dem PURPLE PATH verbunden und wurde so auch überregional als Ort von Kultur, Begegnung und Gastfreundschaft sichtbar.
In den Grußworten wurde auch die heutige Bedeutung solcher Orte deutlich. Simone Lang betonte dabei ihre persönliche Verbindung zu Lößnitz und hob hervor, wie wichtig offene Kirchen als Orte des Innehaltens, der Begegnung und der Gemeinschaft sind. Gerade in einer Zeit, in der viele Menschen im Alltag Belastungen und Unsicherheiten erleben, brauche es Räume, die ohne Erwartungen offenstehen – Orte, an denen Menschen zur Ruhe kommen können.
Besonders hervorgehoben wurde außerdem das Zusammenspiel von Kirche, Kultur und Gastfreundschaft in Lößnitz. Die Öffnung der Kirche für Pilgerinnen und Pilger mit offenen Türen, Wasser, Sitzmöglichkeiten und praktischer Unterstützung wurde dabei als gelungenes Beispiel genannt.
Mit dem neuen Signet „Pilgerkirche” möchte die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens ein sichtbares Zeichen für Offenheit, Gastfreundschaft und gelebte Gemeinschaft entlang der sächsischen Pilgerwege setzen. Gerade im Erzgebirge sind solche Orte von besonderer Bedeutung – als Räume der Ruhe, des Austauschs und des gemeinsamen Innehaltens.
Am 8. Mai 2026 wurde im Sächsischen Landtag der Frauenpreis verliehen. Die Veranstaltung war ein würdevoller und bewegender Abend, geprägt von beeindruckenden Frauen, inspirierenden Begegnungen und einem intensiven Austausch. Besonders spürbar waren die gegenseitige Anerkennung, der Respekt und die Solidarität, die Frauen einander entgegenbringen.
Bereits zum 27. Mal verlieh die SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag den Frauenpreis.
Aus insgesamt 21 Bewerbungen wurden in diesem Jahr vier Frauen ausgezeichnet, die sich mit großem Engagement für andere Frauen einsetzen.
„Mit dem Frauenpreis machen wir sichtbar, was oft im Verborgenen geschieht: Frauen stärken Frauen – Tag für Tag, mit Mut, Fachlichkeit und großem persönlichen Einsatz“, betonte die gleichstellungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Sophie Koch.
Die Preisträgerinnen des Frauenpreises 2026:
1. Platz: Maria Rosenblatt, ausgezeichnet für ihren langjährigen Einsatz im Kinder- und Frauenschutz. Im Childhood-Haus Leipzig sowie ehrenamtlich beim Weißen Ring begleitet sie Frauen und Kinder in Gewalt- und Krisensituationen.
2. Platz: Grit Jandura, geehrt für ihr Engagement im Frauenförderwerk e. V. Dresden und ihren Einsatz für Frauen und Alleinerziehende in unterschiedlichen Lebenslagen.
3. Platz: Bettina Schneider, ausgezeichnet für ihren langjährigen Einsatz für die Rechte von Frauen und Kindern sowie ihre Unterstützung von Betroffenen häuslicher und institutioneller Gewalt.
Sonderpreis: Maria Sobczyk, gewürdigt für ihren besonderen Einsatz als Hebamme und ihr Engagement für eine selbstbestimmte und gewaltfreie Geburtshilfe.
Mit dem Frauenpreis setzt die SPD-Fraktion ein Zeichen für Solidarität, Schutz und Selbstbestimmung. Die ausgezeichneten Frauen stehen stellvertretend für die vielen engagierten Frauen in Sachsen, die mit ihrer Arbeit den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken und anderen Menschen Unterstützung geben.
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