Simone Lang

ZUSAMMEN SIND WIR ERZGEBIRGE!

Einsatz für echte Teilhabe: Mein Austausch mit dem Autismusverein Dresden e. V. im Landtag

Am 27. April 2026 durfte ich Vertreterinnen und Vertreter des Autismusvereins Dresden e. V. zu einem intensiven Fachgespräch im Sächsischen Landtag begrüßen. Gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen Fraktionen sprachen wir über die aktuelle Versorgungslage und die Teilhabechancen von Menschen im Autismus-Spektrum sowie ihrer Angehörigen.

Dieses Thema ist für mich weit mehr als ein politischer Programmpunkt: Als Mutter eines Sohnes im Autismus-Spektrum kenne ich viele der täglichen Hürden, Kämpfe und emotionalen Belastungen betroffener Familien aus eigener Erfahrung.

Angespannte Versorgungslage in Sachsen

Im Gespräch wurde deutlich, dass die Unterstützungssituation im Freistaat weiterhin äußerst angespannt ist. Ein zentrales Problem bleibt der Weg zur Diagnose: Familien berichten von langen Wartezeiten und bürokratischen Hürden, die eine frühzeitige Förderung erschweren. Diskutiert wurde unter anderem, wie Kinderkliniken der Maximalversorgung stärker in den diagnostischen Prozess eingebunden werden können. Denn frühzeitige Unterstützung ist entscheidend dafür, dass autistische Menschen ihren Weg möglichst stabil und selbstständig gehen können.

Inklusion braucht individuelle Lösungen

Ein weiterer Schwerpunkt war die schulische Inklusion, insbesondere das sogenannte „Pooling“ bei Schulbegleitungen. Solche Konzepte können in bestimmten Fällen sinnvoll sein. Kinder mit hohem Unterstützungsbedarf brauchen jedoch verlässliche Eins-zu-eins-Betreuung. Pauschale Lösungen dürfen niemals über das Wohl des einzelnen Kindes gestellt werden. Auch die Übergänge zwischen Schule, Hort und Ferienbetreuung müssen besser gestaltet werden, da sie für viele Familien eine besondere Belastung darstellen.

Weniger Bürokratie, mehr Sensibilität

Besonders eindrücklich waren die Schilderungen zum hohen Verwaltungsaufwand. Viele Familien verbringen Woche für Woche mehrere Stunden mit Behördenangelegenheiten. Auch dass mit dem Erreichen der Volljährigkeit Pflegegrade oder Leistungen oft erneut mühsam erstritten werden müssen, ist eine unnötige Belastung. Hier braucht es einfachere Verfahren, mehr Sensibilität in den Behörden und den Mut, vorhandene Ermessensspielräume im Sinne der Menschen zu nutzen.

Landesweite Autismusstrategie im Blick

Ein zentrales Anliegen des Vereins bleibt die Umsetzung einer landesweiten Autismusstrategie. Dabei kam auch die noch ausstehende ISG-Studie zur Sprache. Nach meinem aktuellen Kenntnisstand erfüllt diese noch nicht die ursprünglich gesetzten Erwartungen und wurde zur Nachbesserung zurückgegeben.

Ich habe zugesagt, den Autismusverein Dresden hierzu weiter engmaschig auf dem Laufenden zu halten. Denn nur durch den kontinuierlichen Dialog mit Fachpraxis und Betroffenen können politische Strategien so entwickelt werden, dass sie im Alltag der Menschen tatsächlich ankommen.

 

Runder Tisch Pflege in Schneeberg: Austausch über aktuelle Herausforderungen in der pflegerischen Versorgung

Im Haus der Hilfe der AWO Erzgebirge in Schneeberg fand in diesem Jahr der Runde Tisch Pflege statt. Simone Lang, MdL, kam dort gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Pflegeeinrichtungen, Politik, Verwaltung und Praxis zu einem intensiven Austausch zusammen.

Unter dem Titel „Pflege im Wandel“ standen die aktuellen Herausforderungen in der pflegerischen Versorgung im Mittelpunkt. Im Verlauf des Gesprächs wurde deutlich, dass zunehmende Bürokratie, steigende finanzielle Belastungen und veränderte Versorgungsbedarfe das Pflegesystem und alle Beteiligten erheblich unter Druck setzen.

Zu den Teilnehmenden gehörten unter anderem Vertreterinnen und Vertreter des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, des vdek-Landesverbandes Sachsen, der AOK PLUS, der TK-Landesvertretung Sachsen, des Pflegedienstes Sigi, der AWO Erzgebirge gGmbH, der Dr. Willmar Schwabeschen Heimstätten-Stiftung, der EKH Erzgebirgischen Krankenhaus- und Hospitalgesellschaft sowie der Stadt Schneeberg. Auch Lena Pierskalla und Alexander Ladwig brachten ihre Perspektiven in die Diskussion ein.

Ein besonderer Dank gilt Frau Staatssekretärin Dagmar Neukirch für ihren fachlichen Input.

Der Runde Tisch hat erneut gezeigt, wie wichtig solche Gesprächsformate sind, um Herausforderungen klar zu benennen, unterschiedliche Perspektiven zusammenzuführen und gemeinsame Lösungsansätze weiterzuentwickeln. Pflege braucht politische Aufmerksamkeit, verlässliche Rahmenbedingungen und eine starke Stimme vor Ort.

 

Pflanzaktion für den Waldumbau: Breitenbrunner Schülerinnen u. Schüler u. Simone Lang pflanzen 100 Weißtannen

Ein schönes und ermutigendes Beispiel für praktischen Waldumbau im Erzgebirge: Schülerinnen und Schüler haben sich an einer Pflanzaktion beteiligt und damit ein starkes Zeichen für Verantwortung, Nachhaltigkeit und Zukunft gesetzt.
Mehr dazu im Artikel der Freien Presse: 

https://www.freiepresse.de/erzgebirge/schwarzenberg/schueler-pflanzen-100-weisstannen-fuer-waldumbau-im-erzgebirge-artikel14213356?ref=share_link

 

Vor-Ort-Termin Diakonissenanstalt Dresden

Zu Gast bei einem der ältesten Diakonissenhäusern Deutschlands

Starker Verbund braucht starke Rückendeckung: Als gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion durfte ich mir ein Bild über die Arbeit und das Spektrum des Gesundheits- und Sozialverbundes machen. Zwei Eckpfeiler sind das Diakonissenkrankenhaus Dresden und – historisch wie strukturell eng verbunden – das Krankenhaus Emmaus Niesky. Beide Häuser sind Akutkrankenhäuser der Grund- und Regelversorgung. Das Dresdner Krankenhaus mit onkologischem Schwerpunkt und ist Akademisches Lehrkrankenhaus der TU Dresden. Unter dem Dach der Diakonissenanstalt Dresden finden sich ein MVZ, eine Pflegeschule und Angebote der Seniorenhilfe. Etwa 1.400 Mitarbeitende arbeiten in Krankenhaus, MVZ, Pflegeausbildung, Senioren- und Behindertenhilfe.

Krankenhaustransformation: Freigemeinnützige Träger stehen unter Druck

Diakonissenkrankenhaus Dresden hat sich von einem typischen Regelversorger zu einem spezialisierten Haus mit fünf zertifizierte Organkrebszentren etabliert. Gleichzeitig brauchen die 30 Jahre alten OP-Säle eine dringende Modernisierung. Ein Neubau ist überfällig. Um derartige Einrichtungen zu stärken, brauchen sie Entwicklungsmöglichkeiten wie Häuser in kommunaler Trägerschaft. Ohne politische Unterstützung droht Stillstand. Dieser gefährdet letztendlich Versorgung.

Dresden und Niesky: Ein Netzwerk, das in die Lausitz wirkt

Zum Verbund gehört auch das Krankenhaus Emmaus Niesky. Es sichert die Grund- und Notfallversorgung im ländlichen Raum und ist Teil des Lokalen Gesundheitszentrums Niesky. Dresden und Niesky arbeiten eng zusammen, z. B. über MVZ-Strukturen, Pflegeausbildung und gemeinsame Dienstleistungen.

Dieses Zusammenarbeiten ist beispielgebend. Es stabilisiert die Versorgung in der Lausitz. Niesky hält die Fläche, Dresden liefert spezialisierte Medizin. Genau solche Netzwerke braucht Sachsen, wenn Versorgung auch außerhalb der Großstädte verlässlich bleiben soll.

Wissenswert: Mit dem Krankenhaustransformationsfonds stellt der Bund bis 2035 bis zu 50 Milliarden Euro für die Modernisierung und Neuordnung der Krankenhauslandschaft bereit. Ziel ist eine hochwertige, flächendeckende und effiziente Versorgung, die durch regionale Netzwerke, Zentrenbildung und moderne Infrastruktur gestützt wird.

 

Simone Lang: „Millionen für Erzgebirgskreis“: Sachsenfonds stärkt Kommunen vor Ort“

Die sächsische Staatsregierung hat den kommunalen Anteil des Investitionsprogramms Sachsenfonds beschlossen. Rund 2,8 Milliarden Euro aus dem Sachsenfonds fließen in die sächsischen Kommunen. Dazu erklärt die Landesabgeordnete Simone Lang für die Region Erzgebirgskreis:

„Wir sorgen für einen neuen Aufschwung und der beginnt in unseren Kommunen. Mit den Kommunalbudgets und gezielten kommunalen Förderprogrammen stärken wir die Investitionskraft der Kommunen und kurbeln die Wirtschaft an. Der Sachsenfonds kein Projekt von oben, sondern ein Programm für die kommunale Praxis – effizient und bürokratiearm. Von den insgesamt 4,838 Milliarden Euro fließen rund 2,8 Milliarden Euro direkt an die Kommunen. Ein starkes Sachsen entsteht zuerst in starken Kommunen.”

„Wir vertrauen den Kommunen. Sie wissen am besten, wo vor Ort investiert werden muss. Der Erzgebirgskreis erhält 137,16 Millionen Euro als frei verfügbares Kommunalbudget für Vorhaben vor Ort. Damit kommt das Programm ganz konkret vor Ort an. Zusätzlich haben unsere Kommunen Zugriff auf weitere Förderprogramme. Über kommunale Förderprogramme stehen rund 1,1 Milliarden Euro bereit – 489,87 Millionen Euro für den Schulhausbau, 489,87 Millionen Euro für den kommunalen Straßen- und Brückenbau und 108,86 Millionen Euro für Krankenhäuser. Diese Mittel sind miteinander und auch mit anderen Landes- und Bundesprogrammen kombinierbar – das schafft zusätzliche Spielräume für wichtige Investitionen.”

Weitere Informationen: https://www.spd-fraktion-sachsen.de/sachsenfonds/