Der 1. Mai ist der Tag der Arbeit – und damit ein Tag, an dem wir daran erinnern, worum es im Kern sozialdemokratischer Politik geht: gute Arbeitsbedingungen, faire Löhne, Respekt vor Lebensleistung und starke soziale Sicherheit.
Auch in diesem Jahr war die SPD im Erzgebirge vor Ort präsent: ua. Simone Lang, MdL, Stadträtin Claudia Ficker und Stadtrat Gerd Weigel, waren am Stand der SPD Erzgebirge, am Carolateich in Aue vertreten. Bei Zuckerwatte, vielen Gesprächen und Begegnungen in entspannter Atmosphäre kamen Bürgerinnen und Bürger miteinander ins Gespräch – über das, was sie im Alltag bewegt: Arbeit, Familie, Pflege, Bildung, steigende Kosten und die Zukunft unserer Region.
Auch auf dem Marktplatz in Annaberg-Buchholz war die SPD ua. mit dem Ortsvereinvorsitzenden Michael Heinz und Matthias Klepser und die Jusos Erzgebirge vertreten. Dort wurde ebenfalls deutlich: Der 1. Mai ist nicht nur ein historischer Gedenk- und Kampftag der Arbeiterbewegung, sondern ein lebendiger Anlass, um über faire Arbeit, soziale Sicherheit und demokratischen Zusammenhalt ins Gespräch zu kommen.
Gerade im Erzgebirge wissen viele Menschen, was Arbeit bedeutet: in der Pflege, im Handwerk, in der Industrie, im Dienstleistungsbereich, in Vereinen, Familien und im Ehrenamt. Sie halten unsere Region zusammen. Dafür verdienen sie Anerkennung, verlässliche Rahmenbedingungen und politische Unterstützung.
Für uns als SPD Erzgebirge bleibt klar: Arbeit muss zum Leben reichen. Gute Löhne, Tarifbindung, Mitbestimmung, sichere Arbeitsplätze und eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind keine Randthemen, sondern Grundlage für Zusammenhalt und Gerechtigkeit.
Der 1. Mai im Erzgebirge hat einmal mehr gezeigt: Politik lebt vom direkten Austausch – am Carolateich in Aue ebenso wie auf dem Marktplatz in Annaberg-Buchholz. Danke an alle, die vorbeigekommen sind, das Gespräch gesucht haben und diesen Tag mit Leben gefüllt haben.
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Am 27. April 2026 durfte ich Vertreterinnen und Vertreter des Autismusvereins Dresden e. V. zu einem intensiven Fachgespräch im Sächsischen Landtag begrüßen. Gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen Fraktionen sprachen wir über die aktuelle Versorgungslage und die Teilhabechancen von Menschen im Autismus-Spektrum sowie ihrer Angehörigen.
Dieses Thema ist für mich weit mehr als ein politischer Programmpunkt: Als Mutter eines Sohnes im Autismus-Spektrum kenne ich viele der täglichen Hürden, Kämpfe und emotionalen Belastungen betroffener Familien aus eigener Erfahrung.
Angespannte Versorgungslage in Sachsen
Im Gespräch wurde deutlich, dass die Unterstützungssituation im Freistaat weiterhin äußerst angespannt ist. Ein zentrales Problem bleibt der Weg zur Diagnose: Familien berichten von langen Wartezeiten und bürokratischen Hürden, die eine frühzeitige Förderung erschweren. Diskutiert wurde unter anderem, wie Kinderkliniken der Maximalversorgung stärker in den diagnostischen Prozess eingebunden werden können. Denn frühzeitige Unterstützung ist entscheidend dafür, dass autistische Menschen ihren Weg möglichst stabil und selbstständig gehen können.
Inklusion braucht individuelle Lösungen
Ein weiterer Schwerpunkt war die schulische Inklusion, insbesondere das sogenannte „Pooling“ bei Schulbegleitungen. Solche Konzepte können in bestimmten Fällen sinnvoll sein. Kinder mit hohem Unterstützungsbedarf brauchen jedoch verlässliche Eins-zu-eins-Betreuung. Pauschale Lösungen dürfen niemals über das Wohl des einzelnen Kindes gestellt werden. Auch die Übergänge zwischen Schule, Hort und Ferienbetreuung müssen besser gestaltet werden, da sie für viele Familien eine besondere Belastung darstellen.
Weniger Bürokratie, mehr Sensibilität
Besonders eindrücklich waren die Schilderungen zum hohen Verwaltungsaufwand. Viele Familien verbringen Woche für Woche mehrere Stunden mit Behördenangelegenheiten. Auch dass mit dem Erreichen der Volljährigkeit Pflegegrade oder Leistungen oft erneut mühsam erstritten werden müssen, ist eine unnötige Belastung. Hier braucht es einfachere Verfahren, mehr Sensibilität in den Behörden und den Mut, vorhandene Ermessensspielräume im Sinne der Menschen zu nutzen.
Landesweite Autismusstrategie im Blick
Ein zentrales Anliegen des Vereins bleibt die Umsetzung einer landesweiten Autismusstrategie. Dabei kam auch die noch ausstehende ISG-Studie zur Sprache. Nach meinem aktuellen Kenntnisstand erfüllt diese noch nicht die ursprünglich gesetzten Erwartungen und wurde zur Nachbesserung zurückgegeben.
Ich habe zugesagt, den Autismusverein Dresden hierzu weiter engmaschig auf dem Laufenden zu halten. Denn nur durch den kontinuierlichen Dialog mit Fachpraxis und Betroffenen können politische Strategien so entwickelt werden, dass sie im Alltag der Menschen tatsächlich ankommen.
Im Haus der Hilfe der AWO Erzgebirge in Schneeberg fand in diesem Jahr der Runde Tisch Pflege statt. Simone Lang, MdL, kam dort gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Pflegeeinrichtungen, Politik, Verwaltung und Praxis zu einem intensiven Austausch zusammen.
Unter dem Titel „Pflege im Wandel“ standen die aktuellen Herausforderungen in der pflegerischen Versorgung im Mittelpunkt. Im Verlauf des Gesprächs wurde deutlich, dass zunehmende Bürokratie, steigende finanzielle Belastungen und veränderte Versorgungsbedarfe das Pflegesystem und alle Beteiligten erheblich unter Druck setzen.
Zu den Teilnehmenden gehörten unter anderem Vertreterinnen und Vertreter des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, des vdek-Landesverbandes Sachsen, der AOK PLUS, der TK-Landesvertretung Sachsen, des Pflegedienstes Sigi, der AWO Erzgebirge gGmbH, der Dr. Willmar Schwabeschen Heimstätten-Stiftung, der EKH Erzgebirgischen Krankenhaus- und Hospitalgesellschaft sowie der Stadt Schneeberg. Auch Lena Pierskalla und Alexander Ladwig brachten ihre Perspektiven in die Diskussion ein.
Ein besonderer Dank gilt Frau Staatssekretärin Dagmar Neukirch für ihren fachlichen Input.
Der Runde Tisch hat erneut gezeigt, wie wichtig solche Gesprächsformate sind, um Herausforderungen klar zu benennen, unterschiedliche Perspektiven zusammenzuführen und gemeinsame Lösungsansätze weiterzuentwickeln. Pflege braucht politische Aufmerksamkeit, verlässliche Rahmenbedingungen und eine starke Stimme vor Ort.
Ein schönes und ermutigendes Beispiel für praktischen Waldumbau im Erzgebirge: Schülerinnen und Schüler haben sich an einer Pflanzaktion beteiligt und damit ein starkes Zeichen für Verantwortung, Nachhaltigkeit und Zukunft gesetzt.
Mehr dazu im Artikel der Freien Presse:
Zu Gast bei einem der ältesten Diakonissenhäusern Deutschlands
Starker Verbund braucht starke Rückendeckung: Als gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion durfte ich mir ein Bild über die Arbeit und das Spektrum des Gesundheits- und Sozialverbundes machen. Zwei Eckpfeiler sind das Diakonissenkrankenhaus Dresden und – historisch wie strukturell eng verbunden – das Krankenhaus Emmaus Niesky. Beide Häuser sind Akutkrankenhäuser der Grund- und Regelversorgung. Das Dresdner Krankenhaus mit onkologischem Schwerpunkt und ist Akademisches Lehrkrankenhaus der TU Dresden. Unter dem Dach der Diakonissenanstalt Dresden finden sich ein MVZ, eine Pflegeschule und Angebote der Seniorenhilfe. Etwa 1.400 Mitarbeitende arbeiten in Krankenhaus, MVZ, Pflegeausbildung, Senioren- und Behindertenhilfe.
Krankenhaustransformation: Freigemeinnützige Träger stehen unter Druck
Diakonissenkrankenhaus Dresden hat sich von einem typischen Regelversorger zu einem spezialisierten Haus mit fünf zertifizierte Organkrebszentren etabliert. Gleichzeitig brauchen die 30 Jahre alten OP-Säle eine dringende Modernisierung. Ein Neubau ist überfällig. Um derartige Einrichtungen zu stärken, brauchen sie Entwicklungsmöglichkeiten wie Häuser in kommunaler Trägerschaft. Ohne politische Unterstützung droht Stillstand. Dieser gefährdet letztendlich Versorgung.
Dresden und Niesky: Ein Netzwerk, das in die Lausitz wirkt
Zum Verbund gehört auch das Krankenhaus Emmaus Niesky. Es sichert die Grund- und Notfallversorgung im ländlichen Raum und ist Teil des Lokalen Gesundheitszentrums Niesky. Dresden und Niesky arbeiten eng zusammen, z. B. über MVZ-Strukturen, Pflegeausbildung und gemeinsame Dienstleistungen.
Dieses Zusammenarbeiten ist beispielgebend. Es stabilisiert die Versorgung in der Lausitz. Niesky hält die Fläche, Dresden liefert spezialisierte Medizin. Genau solche Netzwerke braucht Sachsen, wenn Versorgung auch außerhalb der Großstädte verlässlich bleiben soll.
Wissenswert: Mit dem Krankenhaustransformationsfonds stellt der Bund bis 2035 bis zu 50 Milliarden Euro für die Modernisierung und Neuordnung der Krankenhauslandschaft bereit. Ziel ist eine hochwertige, flächendeckende und effiziente Versorgung, die durch regionale Netzwerke, Zentrenbildung und moderne Infrastruktur gestützt wird.