Der Sächsische Landtag hat das Gesetz zur Einführung der Qualifizierungszeit beschlossen. Ab dem 1. Januar 2027 erhalten Beschäftigte in Sachsen einen Rechtsanspruch auf drei Tage bezahlte Qualifizierungszeit pro Jahr. Mit dem Beschluss setzt der Landtag einen im Koalitionsvertrag vereinbarten Kompromiss um. Ausgangspunkt war der Volksantrag „5 Tage Bildungszeit für Sachsen“, der von über 55.600 Menschen unterstützt wurde.
Der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, Henning Homann, erklärt dazu:
„Mit der Qualifizierungszeit wird ein neues Arbeitnehmerrecht eingeführt. Das freut mich als Sozialdemokraten ganz besonders. Denn gute Arbeit bedeutet nicht nur faire Bezahlung, sondern auch Zeit für Qualifizierung, Engagement und Weiterentwicklung. Die SPD hält Wort. Nach einem Jahr Koalition haben wir zwei unserer zentralen Wahlversprechen eingelöst. Mit dem Sachsenfonds haben wir den Investitionsstau angepackt, mit der Qualifizierungszeit stärken wir jetzt die Menschen, die jeden Tag arbeiten, sich engagieren und unsere Gesellschaft zusammenhalten.”
Dazu ergänzt MdL Simone Lang, SPD-Landtagsabgeordnete für das Erzgebirge:
„Auch bei uns kommt die Bildungszeit – dank der vielen Engagierten, Vereine und Verbände vor Ort, die gemeinsam mit uns dafür gekämpft haben. Ob im Sportverein, bei der Feuerwehr, in der Jugendarbeit oder in sozialen Initiativen: Ohne dieses starke Ehrenamt würde unser Zusammenleben hier im Erzgebirge nicht funktionieren. Die Qualifizierungszeit gibt diesen Menschen endlich den Rückhalt, den sie verdienen.
Mit der Qualifizierungszeit stärken wir Weiterbildung und ehrenamtliches Engagement ganz konkret vor Ort. Ob betriebliche Fortbildung, Trainerlizenz im Sport oder Lehrgänge bei Feuerwehr und Rettungsdiensten – all das ist kein Urlaub, sondern ein Dienst an der Gesellschaft. Der heutige Beschluss schafft dafür die nötigen Freiräume und ist ein echter Gewinn für die Menschen im Erzgebirge.“
Der Anspruch umfasst drei Tage pro Jahr für berufliche Weiterbildung, Qualifizierung für das Ehrenamt sowie politische Bildung. Die Qualifizierungszeit muss mit zwölf Wochen Vorlauf beantragt werden. Arbeitgeber mit weniger als 20 Beschäftigten werden durch eine anteilige Erstattung des Arbeitsentgelts durch den Freistaat Sachsen entlastet. Um die betriebliche Organisation zu sichern, kann die Qualifizierungszeit versagt werden, wenn bereits ein Viertel der Beschäftigten im Betrieb den Anspruch im laufenden Jahr nutzt.
Die Qualifizierungszeit tritt zum 1. Januar 2027 in Kraft und ist ein wichtiger Schritt für eine moderne Arbeitskultur, starke Ehrenämter und mehr Weiterbildung in Sachsen.
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Vor 81 Jahren, am 27. Januar 1945, befreiten Soldaten der Roten Armee das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz.
Noch kurz vorher befanden sich rund 58.000 Menschen im Lagerkomplex: 42.000 Häftlinge in den drei Hauptlagern von Auschwitz und etwa 25.000 in den Außenlagern. Um Spuren zu verwischen, trieb die SS 56.000 bis 58.000 marschfähige Häftlinge zu Fuß auf Todesmärsche Richtung Westen.
Route durch das Erzgebirge: Mülsen - Eibenstock
Von Januar 1944 bis April 1945 bestand in Mülsen St. Micheln ein Außenlager des KZ Flossenbürg. Etwa 1.100 Zwangsarbeiter aus 18 Ländern produzierten Triebwerke für Jagdflugzeuge aus der Erla Maschinenfabrik GmbH. Als die Front näher rückte, räumte die SS das Lager mit 787 Häftlingen. Am 13. April 1945 begann ein Todesmarsch Richtung Litoměřice . In Niederschlema wurden 90 kranke Gefangene hingerichtet.
Daran erinnern wir heute.
An die Opfer der nationalsozialistischen Verbrechen: Jüdinnen und Juden, Sintizze und Romnja, Menschen mit Behinderung, queere Menschen, politische Gegnerinnen, Zwangsarbeiterinnen und viele weitere.
Jede Form von Menschenfeindlichkeit darf keinen Platz haben. Nicht in Sachsen. Nicht in Deutschland. Nicht in unserer Gesellschaft.
Die Würde des Menschen ist unantastbar.
Sie zu schützen ist unser demokratischer Auftrag. Jeden Tag.
Arbeiten und Leben in Aue-Bad Schlema – Haben wir genug Hände und Köpfe für morgen?Wie wird sich unsere Stadt in den kommenden Jahren entwickeln? Welche Chancen und Herausforderungen bringt der Arbeitsmarkt mit sich? Und wie können wir als Region zusammenstehen, um Zukunft aktiv zu gestalten? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des nächsten Stadtgesprächs am 9. Dezember 2025. Unter dem Titel „Arbeiten und Leben in Aue-Bad Schlema – Haben wir genug Hände und Köpfe für morgen?“ laden wir alle Interessierten zu einem offenen Austausch über Arbeit, Zukunft und gesellschaftlichen Zusammenhalt ein. Zu Gast sind:
???? Ort: Im Offenen Bürgertreff des KGE e.V., Bahnhofstraße 13, im 1. OG, 08280 Aue-Bad Schlema ????️ Datum & Uhrzeit: Dienstag, 09. Dezember 2025, 18:30 Uhr Gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern möchten die Gäste beleuchten, welche Perspektiven sich für die Region ergeben – von Fachkräftesicherung über Ausbildungswege bis hin zu innovativen Unternehmensstrategien und gesellschaftlichem Miteinander. Das Stadtgespräch bietet Raum, eigene Fragen zu stellen, Meinungen einzubringen und Ideen zu diskutieren. Alle Einwohnerinnen und Einwohner sind herzlich eingeladen. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. |
Am 13.11. ging’s raus in die Natur – auf den Rabenberg, gemeinsam mit dem Sachsenforst und den Schülerinnen und Schülern der 6. Klassen der Goethe-Oberschule Breitenbrunn.
Als Ausschussvorsitzende für Umwelt und Landwirtschaft im Sächsischen Landtag durfte ich selbst einen Baum pflanzen und auch die Kinder haben tatkräftig mit angepackt!
Neben dem Pflanzen stand auch Waldkunde auf dem Programm: Welche Tiere leben bei uns? Welche Baumarten prägen unsere Region? Und warum ist jeder einzelne Baum so wichtig für unser Klima?
Ein Tag voller Teamgeist, Wissen und Naturverbundenheit – genau das, was unsere Zukunft stark macht.
Vielen Dank an den Sachsenforst für diese Möglichkeit.