Jetzt hilft nur die Notbremse – über weiteren Pflegebonus beraten

Veröffentlicht am 16.12.2020 in Pressemitteilung

Simone Lang, gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, am Mittwoch im Landtag zum Bericht der Staatsregierung zur Corona-Pandemie: 

„Der bundesweite Lockdown war unausweichlich. Denn die bisherigen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie haben nicht zum Erfolg geführt: Die Zahlen der Corona-Infizierten steigen kontinuierlich an, die Betten in den Krankenhäusern füllen sich. Immer mehr Corona-Tote sind zu beklagen“, so Simone Lang.

„Jetzt hilft nur noch die Notbremse. In großer Sorge bitte ich alle, die Lage ernst zu nehmen. Mehr denn je trägt Jede und Jeder von uns Verantwortung, für sich selbst und für alle Mitmenschen. Auch an Weihnachten und Silvester.“

„Noch eine Anmerkung zur Debatte um einen weiteren Bonus für die Pflegerinnen und Pfleger. Ich habe mich dazu wiederholt und gestern noch einmal öffentlich geäußert. Die Pflegenden schultern bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr eine Last für die gesamte Gesellschaft, die über das bisher vorstellbare Maß hinausgeht.  Sachsen sollte daher dafür sorgen, dass die hoch belasteten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – egal in welchen Bereichen sie arbeiten – schnell und unbürokratisch eine weitere Bonuszahlung vom Freistaat erhalten. Darin sind wir uns mit dem Sozialministerium einig. Und wir werden in der Koalition darüber beraten, dessen können Sie sich sicher sein.“ 

„Die Einschränkungen von Freiheitsrechten nimmt niemand auf die leichte Schulter. Es ist ein Abwägen. Die Gesundheit der Menschen steht bei diesen Entscheidungen immer im Mittelpunkt.“ Lang verwahrte sich gegen jene, die Politiker wegen ihrer Entscheidungen beleidigen und anfeinden: „Von sogenannten Querdenkern, Maskenverweigern und Corona-Leugnern. Da wird dazu aufgerufen, die Maske nicht zu tragen und sich an die Regeln nicht zu halten. Die Pandemie wird verharmlost oder gar geleugnet. Da wird behauptet, wir leben in einer Diktatur. Corona-Tote werden bezweifelt. Das alles wird fleißig befeuert von Ihnen: Der AfD. Sie sollten sich schämen!“