Simone Lang

ZUSAMMEN SIND WIR ERZGEBIRGE!

Vor-Ort-Termin Diakonissenanstalt Dresden

Veröffentlicht am 15.04.2026 in Gesundheit

Zu Gast bei einem der ältesten Diakonissenhäusern Deutschlands

Starker Verbund braucht starke Rückendeckung: Als gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion durfte ich mir ein Bild über die Arbeit und das Spektrum des Gesundheits- und Sozialverbundes machen. Zwei Eckpfeiler sind das Diakonissenkrankenhaus Dresden und – historisch wie strukturell eng verbunden – das Krankenhaus Emmaus Niesky. Beide Häuser sind Akutkrankenhäuser der Grund- und Regelversorgung. Das Dresdner Krankenhaus mit onkologischem Schwerpunkt und ist Akademisches Lehrkrankenhaus der TU Dresden. Unter dem Dach der Diakonissenanstalt Dresden finden sich ein MVZ, eine Pflegeschule und Angebote der Seniorenhilfe. Etwa 1.400 Mitarbeitende arbeiten in Krankenhaus, MVZ, Pflegeausbildung, Senioren- und Behindertenhilfe.

Krankenhaustransformation: Freigemeinnützige Träger stehen unter Druck

Diakonissenkrankenhaus Dresden hat sich von einem typischen Regelversorger zu einem spezialisierten Haus mit fünf zertifizierte Organkrebszentren etabliert. Gleichzeitig brauchen die 30 Jahre alten OP-Säle eine dringende Modernisierung. Ein Neubau ist überfällig. Um derartige Einrichtungen zu stärken, brauchen sie Entwicklungsmöglichkeiten wie Häuser in kommunaler Trägerschaft. Ohne politische Unterstützung droht Stillstand. Dieser gefährdet letztendlich Versorgung.

Dresden und Niesky: Ein Netzwerk, das in die Lausitz wirkt

Zum Verbund gehört auch das Krankenhaus Emmaus Niesky. Es sichert die Grund- und Notfallversorgung im ländlichen Raum und ist Teil des Lokalen Gesundheitszentrums Niesky. Dresden und Niesky arbeiten eng zusammen, z. B. über MVZ-Strukturen, Pflegeausbildung und gemeinsame Dienstleistungen.

Dieses Zusammenarbeiten ist beispielgebend. Es stabilisiert die Versorgung in der Lausitz. Niesky hält die Fläche, Dresden liefert spezialisierte Medizin. Genau solche Netzwerke braucht Sachsen, wenn Versorgung auch außerhalb der Großstädte verlässlich bleiben soll.

Wissenswert: Mit dem Krankenhaustransformationsfonds stellt der Bund bis 2035 bis zu 50 Milliarden Euro für die Modernisierung und Neuordnung der Krankenhauslandschaft bereit. Ziel ist eine hochwertige, flächendeckende und effiziente Versorgung, die durch regionale Netzwerke, Zentrenbildung und moderne Infrastruktur gestützt wird.